Kreative Gartenplanung in Burgenland, Niederösterreich, Wien Garten & Plan Charlotte Wilfinger
Kreative Gartenplanung in Burgenland, Niederösterreich, Wien Garten & Plan Charlotte Wilfinger

Gartenpflege im Herbst

 

Wenn wir uns der kühleren Jahreszeit nähern, werden die Tage kürzer und die Temperaturen sinken. In manchen Sommern hat es zuletzt viel Regen gegeben, was schon früh an den Herbst denken ließ.

 

Hier folgen einige Tipps, um Ihren Garten in passender Weise auf den Herbst vorzubereiten.

 

  • Baumschnitt: Im Spätsommer ist der richtige Zeitpunkt, um zu groß gewordene Obstbäume zurückzuschneiden und mäßig auszulichten. Im Gegensatz zum Frühjahrsschnitt wird das Nachtreiben nicht mehr gefördert, der Schnitt fungiert nun als „Wachstumsbremse“. Empfindliche Bäume wie der Nussbaum sollten spätestens bis zum Frühherbst geschnitten werde, da sonst Saftaustritt und die Entstehung von Faulstellen zu erwarten sind.

 

  • Gemüse ernten und abgeerntete Beete herrichten: Die Gemüsekulturen gehen nun, individuell verschieden, dem Ende zu. Abgestorbenes Material kann entfernt oder eingearbeitet werden, man kann Bodenlockerung durchführen oder reifen Kompost einbringen.

Eine Gründüngung (z.B. Senfsaat) verbessert den Boden und sorgt auch für

eine gewisse Bodenbedeckung. Wer auch spät noch Gemüse genießen

will, kann im September noch Rucola oder Feldsalat (Vogerlsalat, Rapunzel) aussäen.

 

  • Tröge aufbessern: Viele Pflanzen in Trögen und sonstigen Pflanzgefäßen sind nun nicht mehr ansehnlich oder sterben ab (Einjährige, Sommerblumen). Was im Trog bleiben soll, kann nun geschnitten und gepflegt werden. Weniger Wasser und das Weglassen der Düngung sind auch hier angebracht. Herbstliche Blütenstauden sind geeignet, das Erscheinungsbild noch einmal „aufzupeppen“.

Wenn die Bepflanzung eines Troges nicht überdauern soll, sollte auf jeden

Fall auch das Pflanzsubstrat („Erde“) entsorgt werden, denn darin können

sich Pilze und Schädlinge befinden.

 

  • Düngung anpassen:

Mineralische Stickstoffdüngung ist nun nicht mehr zu empfehlen.

Bei Gehölzen schwächt zu späte Düngung die Winterhärte, da das

raschwachsende Grün stärker frostempfindlich ist (z.B. Hortensie).

 

Ähnliches gilt auch für den Rasen. Dieser soll nun nicht mehr mit wachstumsfördernden Stickstoffdüngern versehen werden. Rasendünger mit entsprechendem Kaliumanteil fördert hingegen die Überdauerung der Grasnarbe ohne Schäden. Die Bewässerung des Rasens ist langsam einzustellen (Ausnahme: Klima- Anomalien erfordern natürlich eine Anpassung der Gartenpraxis an die tatsächlichen Gegebenheiten. Bei einem trocken-heißen September mit Temperaturen an die 30 Grad ist eine Bewässerung weiterhin notwendig.)

 

  • Leimringe an Obstbäumen anbringen: Wenn im Garten Raupenfraß an den Obstbäumen (im Frühjahr) zu erwarten ist, sollte man im September Leimringe an den Stämmen der Obstbäume befestigen. Diese verhindern das Hinaufklettern der Weibchen des Frostspanners. Die Raupen dieses Schmetterlings sind nämlich für Kahlfraß an den Blättern im Frühjahr verantwortlich.

 

  • Nützlinge und Gartenlebewesen fördern: Wer z.B. in einer Ecke seines Gartens einen Laubhaufen, idealerweise auch mit Zweigen und Geäst, belässt, schafft Überwinterungsplätze für Igel und verschiedene Kleinlebewesen und Insekten.

Bei starkem Befall von Miniermotten (Kastanien!) sollte das abgefallene Laub jedoch entfernt und nicht in der Nähe des Baumes belassen werden.